Wie kommen wir raus aus der Excel-Zelle?

Der Weg ist das Ziel

Die ganze Welt und alle Prozesse werden derzeit in die Excel-Zelle gezwängt. Gibt es irgenwo noch ein "freies und zweckfreies Leben", dann steht eine große Evaluierung an.

Ich selber zweifle immer öfter, ob diese Zahlengläubigkeit in Form von Excel-Listen und Excel-Formeln (oder andere Datenbanken) uns wirklich weiterbringen wird. Was heißt – ich zweifle? Ich bin überzeugt, dass damit ein nebensächliches Grundmuster zur „Hauptsache“ geworden ist.

Wenn ich vom 93-jährigen ehemaligen Diplomaten Stephane Hessel lese (der mit seinem Buch „Empören sie sich“ schon mehr als eine Million Franzosen angesprochen hat), dass er sich nicht auf sein Altenteil zurückzieht, sondern sich vehement gegen die überhand nehmende Herrschaft des großen Geldes europaweit ausspricht, dann denke ich an die Excel-Zelle, in die sie uns sperren wollen. Er schreibt dort vom Mut. Bei aller notwendigen Ordnung in der Verwaltung und Verrechnung bin ich doch überzeugt: Es braucht nicht so viele Excel-Listen, sondern mehr Gespräch, Musik, Muse, Bewegung und Kreativität. Die notwendigen Ressourcen dafür sollen nicht an einer mit einer Zahl gefüllten Excel-Zelle hängen.

Das ist eine Quelle für den Frust, die kollektive Erschöpfung, die Veränderungssehnsucht. Viel fühlen sich direkt oder indirekt als Gefangene der Excel-Zelle. Wer holt uns hier raus? Noch besser: Was können wir selber tun, um aufzustehen, herauszutreten? (fk)


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quit-b@a1.net (07-04-11 09:09)
Hessel ist mit seinen 93 Jahren in Ausdruck und Auftritt ein Vorbild ganz besonderer Art. Ich stimme Ihnen in praktisch allen Punkten zu, möchte allerdings ergänzen: Die Excel-Tabelle ist für die Machteliten vonnöten, damit das System noch eine Zeitlang weiter funktioniert. Wenn die Angst der Bürger vor Seuchen, Terror und Krieg erst groß genug ist, wird uns die Lösung angeboten - in Form einer zentralistischen Eine-Welt Regierung (NWO). Soweit die Theorie. Ob dieser Plan aufgeht, bleibt abzuwarten. In jeden Fall beschließt die EUdSSR-Kommission weiterhin jährlich über 3000 Gesetze, und der Bürger fragt sich, warum er in einer "Zelle" leben muss. Lesen Sie den Dissidenten Wladimir Bukowski, der sagt sinngemäß: " Ich habe in Eurer Zukunft gelebt, und: Es hat nicht funktioniert ..." http://www.parteidervernunft.de - um konstruktiv vorzugehen. Besten Gruß!

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