ACADEMIA SUPERIOR QUARTERLY | Ausgabe 2/2021

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In ein­er Welt, die immer kom­plex­er wird, gibt es viel zu erforschen, zu entschei­den und zu gestal­ten. Auf Basis eines inter­diszi­plinären Diskurs­es und daraus abgeleit­eten Erken­nt­nis­sen gelingt dies am besten. Genau deshalb veröf­fentlicht ACADEMIA SUPERIOR vier­mal jährlich das ACADEMIA SUPERIOR QUARTERLY.

Das ACADEMIA SUPERIOR QUARTERLY sam­melt inter­es­sante und zukun­ft­sre­iche Beiträge, Stu­di­en, Essays und Papers des let­zten Quar­tals von inter­na­tionalen Jour­nals, Organ­i­sa­tio­nen sowie Think Tanks recher­chiert und bündig zusam­menge­fasst. Die The­menge­bi­ete sind dabei vielfältig und reichen von Tech­nolo­gie über Wirtschaft und Gesund­heit bis hin zu Gesellschaft, Umwelt und Forschung. Dies schafft eine Über­sicht der unter­schiedlichen Diskus­sio­nen über aktuelle Her­aus­forderun­gen und ermöglicht so einen inter­diszi­plinären Blick auf die Welt.

Aus den exter­nen Quellen und den eige­nen Ver­anstal­tun­gen und Pub­lika­tio­nen wer­den Hand­lungsempfehlun­gen bzw. Key Take-Aways abgeleit­et, die Chan­cen und Poten­ziale für die Gestal­tung der Zukun­ft in Oberöster­re­ich eröffnen.

 

KEY TAKE-AWAYS

Aus der Arbeit von ACADEMIA SUPERIOR

  • Durch­führung von regelmäßi­gen Pan­demie-Krisenübun­gen (etwa alle zwei Jahre)
  • Kon­tinuier­liche Anpas­sung von Krisen­plä­nen für unter­schiedliche Bedrohungsszenarien
  • Beset­zung eines Pub­lic Health Beratungs­gremi­ums mit Expert*innen
  • Ein­führung von organ­i­sa­tions- und trägerüber­greifend­en Trainee- und Aus­tausch­pro­gram­men im Gesundheitswesen
  • Etablierung von Stan­dard­kanälen der Kom­mu­nika­tion, Bere­it­stel­lung entsprechen­der ein­heitlich­er Soft­ware bzw. Schaf­fung von Schnittstellen im Gesundheitswesen
  • Unter­stützung von Open-Data-Initiative
  • Über­führung von telemedi­zinis­chen Ange­boten in den Regelbetrieb
  • Aus­bau des Ange­bots von Online-Ambu­lanzen bzw. Online-Vis­iten und Schaf­fung entsprechen­der rechtlich­er Grundlagen
  • Stärkung von Trägervielfalt im Gesund­heits- und Sozialbereich
  • Schaf­fung von Rah­menbe­din­gun­gen zur Attrak­tivierung des gemein­nützi­gen Sek­tors und zur Erle­ichterung der Ein­rich­tung gemein­nütziger Stiftungen
  • Förderung der Gesund­heit­skom­pe­tenz als Quer­schnitts­ma­terie im Bildungssystem
  • Gezielte (finanzielle) Förderung von Gesund­heit­sein­rich­tun­gen, die inno­v­a­tive Ange­bote zur Erhöhung der Gesund­heit­skom­pe­tenz (Health Lit­er­a­cy) in der bre­it­en Bevölkerung schaffen
  • Nudg­ing (Incen­tivierung) von gesund­heits­förder­lichem Verhalten
  • Förderung der öffentlichen Trans­parenz von Gesund­heitssta­tis­tiken, bspw. durch die Etablierung ständi­ger Rubriken zu Rauch- bzw. Alko­holkon­sumver­hal­ten der Österreicher*innen
  • Etablierung von Stan­dard Oper­at­ing Pro­ce­dures (SOPs) in Abhängigkeit von bes­timmten Stufen der Pandemie
  • Unsicher­heit­stol­er­anz und Lösungs­bere­itschaft bei Kindern und Jugendlichen fördern, indem man früh und oft ermöglicht, Vorhaben selb­st­bes­timmt anzuge­hen und umzusetzen
  • Sen­si­bil­ität für die alltägliche und jour­nal­is­tis­che Sprache im Zusam­men­hang mit sozialen Phänome­nen fördern

Aus externen Quellen

  • Reg­ulierung des Ein­satzes kün­stlich­er Intel­li­genz bre­it auf­greifen und EU-Vorschlag eines risikobasierten Ansatzes diskutieren
  • Ökol­o­gis­che Aspek­te der Dig­i­tal­isierung stets mit­denken und mit­berück­sichti­gen, ökol­o­gis­chen Fußab­druck für dig­i­tale Ange­bote als fixe Wertein­heit etablieren und einfordern
  • Rechtliche Stan­dards für geschlechterg­erechte und diskri­m­inierungs­freie IT-Sys­teme setzen
  • Stärkere Auf­nahme von Gen­der- und Diver­si­ty-Kom­pe­tenz in die Aus­bil­dungspläne von IT-Berufen und MINT-Hochschulstudien
  • Inte­gra­tion von Kinder­be­treu­ungskonzepten in Co-Work­ing Spaces
  • Indika­toren für die Erfas­sung und das Mon­i­tor­ing dig­i­taler Gewalt etablieren
  • Bil­dungsange­bote in Sachen Daten­schutz und IT-Sicher­heit ausweiten
  • Dig­i­tal­isierungsrel­e­vante Gremien geschlechter­par­itätisch besetzen
  • Weib­liche Nach­wuch­skräfte auf allen Ebe­nen fördern
  • Lebenslage Weit­erqual­i­fizierungsange­bote aus­bauen, um Arbeits­markt sta­bil zu halten
  • Inte­gra­tions­maß­nah­men von Men­schen mit gesund­heitlichen Beschw­er­den am Arbeits-markt vorantreiben, um dro­hen­den Arbeit­skräfte­man­gel zu kompensieren
  • Sichere Rad­in­fra­struk­tur schaf­fen, aus­bauen und fördern (inkl. Abstellmöglichkeit­en, Rad­schnell­wege, Verknüp­fungspunk­te zum öffentlichen Verkehr)
  • Elek­tri­fizierung von Taxis in städtis­chen Regio­nen vorantreiben
  • Unternehmen in Form eines betrieblichen Mobil­itäts­man­age­ments in neue Mobil­ität­skonzepte involvieren
  • Gesund­heit­sange­bote auf abse­hbare Entwick­lun­gen prüfen und Ange­bote aus­bauen: z.B. Flex­i­bil­isierung und Per­son­al­isierung, Dig­i­tal­isierung und Trans­parenz, Dezentralisierung
  • Soziale Inno­va­tio­nen im Pflege­bere­ich vorantreiben, ins­beson­dere in den Bere­ichen Arbeit­sor­gan­i­sa­tion (z.B. selb­stor­gan­isierte Pflegeteams) und Stärkung des sozialen Umfeldes von Pflegebedürfti­gen (kom­mu­nale Lösun­gen mit Ver­net­zung von Pflege, Wohn­si­t­u­a­tion und sozialer Teilhabe)
  • Ein­rich­tung eines Pflege-Innovationsfonds
  • Zur Steigerung der Com­pli­ance weniger Regeln und mehr Begrün­dun­gen vermitteln
  • Gezielte Ange­bote für Schüler*innen schaf­fen, die auf­grund von Schulschließun­gen und Dis­tance Learn­ing im ver­gan­genen Jahr an Lern­fortschritt Ein­büßen erlit­ten haben
  • Die Qual­ität von Dis­tance-Learn­ing Ange­boten evaluieren und best prac­tice Stan­dards einführen
  • Die Top 5 sicher­heit­spoli­tis­chen Her­aus­forderun­gen des Risiko­bilds 2021 auf ihre Auswirkun­gen und das Vorhan­den­sein von etwaigen Krisen­pläne im Land und in den Gemein­den prüfen
  • Öffentliche Gesund­heits­daten­por­tale ausbauen
  • Gesund­heits­maß­nah­men stets von wis­senschaftlich fundierten Evaluierungs­maß­nah­men begleit­en oder als Pilot­pro­jek­te führen
  • Bei der Weit­er­en­twick­lung von Smart-City Pro­jek­ten neben den tech­nol­o­gis­chen Fragestel­lun­gen einen bre­it angelegten Stake­hold­er-Prozess (Tech­nolo­gie­un­ternehmen, Bürger*innen, Poli­tik) zu organ­isatorischen Fra­gen und gemein­samen Zielvorstel­lun­gen etablieren
  • Inter­na­tion­al­isierung im Bere­ich der Wis­senschaft und Forschung stärk­er vorantreiben und Zuwan­derung in diesem Bere­ich aktiv fördern
  • Debat­ti­er-Kul­tur etablieren und damit gesellschaftliche Weit­er­en­twick­lung und ein wertschätzen­des Miteinan­der befeuern