Basisdossier | Gründungsdynamik in Oberösterreich

ACADEMIA SUPERIOR — Gesellschaft für Zukun­fts­forschung hat es sich zur Auf­gabe gemacht, aktuelle wirtschafts- und gesellschaft­spoli­tis­che Chan­cen und Her­aus­forderun­gen zu iden­ti­fizieren und Verän­derun­gen mit ihren Auswirkun­gen auf unser Leben und unsere Gesellschaft zu analysieren, um die richti­gen Antworten für erfol­gre­ich­es Wirtschaften und eine erfol­gre­iche Poli­tik zu find­en.

Da Unternehmensgrün­dun­gen zur struk­turellen Bele­bung und Erneuerung von Regio­nen wesentlich beitra­gen, hat ACADEMIA SUPERIOR im Zuge ihres wirtschaft­spoli­tis­chen Schw­er­punk­tes in Zusam­me­nar­beit mit dem Grün­der­ser­vice der Wirtschaft­skam­mer Oberöster­re­ich PÖCHHACKER Inno­va­tion Con­sult­ing GmbH und das Insti­tut für Unternehmensgrün­dung und Unternehmensen­twick­lung der Johannes Kepler Uni­ver­sität Linz beauf­tragt, die vor­liegende „Analyse der Grün­dungs­dy­namik in Oberöster­re­ich” zu erstellen.

Dem Auf­trag entsprechend ist Ziel der Studie, das Phänomen der Unternehmensgrün­dun-gen in Oberöster­re­ich detail­liert zu beschreiben, die Hin­ter­gründe darzustellen und mögliche Ansätze für weit­er­führende Maß­nah­men aufzuzeigen.

Die Neu­grün­dung von Unternehmen ist aus ver­schiede­nen Grün­den von hoher wirtschaft­spoli­tis­ch­er Rel­e­vanz:

  • Wertschöp­fungs- und Arbeits­mark­t­ef­fek­te: In jedem neu gegrün­de­ten Unternehmen entste­hen bei der Grün­dung im Schnitt 2,3 Arbeit­splätze. Durch vor- und nachge­lagerte Effek­te hän­gen mit jed­er Grün­dung 5,3 Arbeit­splätze zusam­men.
  • Aus­gle­ich der aus dem Markt auss­chei­den­den Unternehmen: Neu­grün­dun­gen beleben die „Unternehmens­de­mografie” und tra­gen zur regionalen Streu­ung bei. Deut­lich wird das bei Betrieb­süber­nah­men, wo — im Ide­al­fall — Arbeit­splätze erhal­ten und neue geschaf­fen wer­den.
  • Struk­tur­wan­del und Inno­va­tion­skraft: Grün­der sehen eine Lücke oder Chance für ein neues Pro­dukt oder eine neue dien­stleis­tung — sie treiben Inno­va­tion voran.
  • Nutzung des unternehmerischen Engage­ments der Grün­der: Neue Unternehmen brin­gen „frischen Wind” in die Wirtschaft und beleben den Wet­tbe­werb. sehen eine Lücke oder Chance für ein neues Pro­dukt oder eine neue Dien­stleis­tung — sie treiben Inno­va­tio­nen voran.
  • Beitrag zur Inter­na­tion­al­isierung: Junge Unternehmen sind eher inter­na­tion­al aus­gerichtet und tra­gen zur inter­na­tionalen Anbindung des Stan­dortes bei.

Angesichts der vielfälti­gen pos­i­tiv­en Effek­te von Unternehmensgrün­dun­gen ist es nahe­liegend, dass dem The­ma in den wirtschaft­spoli­tis­chen Agen­den nicht nur region­al, son­dern auch auf nationaler (zB im Regierung­spro­gramm der Repub­lik Öster­re­ich oder in der FTI-Strate­gie des Bun­des), europäis­ch­er (zB in der Strate­gie „Europa 2020” und Fol­ge­pro­gram­men) und inter­na­tionaler Ebene (zB in UN und OECD) große Bedeu­tung zugemessen wird.