Wie kann die Reise zu den Besten erfolgreich sein? Das Fazit vom Moderator des SURPRISE FACTORS SYMPOSIUMS 2015. Der Weg zu den Besten: Gedanken zu einer Reise

Die Suche nach einem Weg vom Guten zum Besseren ist eine Herausforderung, die beinahe jede Organisation auf fast allen Ebenen betrifft. Sie kann eine Berufung sein, die einer Einzelperson eine neue oder bedeutungsvollere Ausrichtung in ihrem Leben gibt. Sie kann ein Team zusammenschweißen, um seine Spielleistung zu verbessern. Sie kann ein Unternehmen motivieren, die Arbeitsleistung zu verbessern, um bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen. Und natürlich kann sie ein Weckruf für eine Stadt, eine Region oder ein Land sein, über das Erreichte hinaus mehr anzustreben.

Wo beginnt die Reise vom Guten zum Besseren? Für einen jungen aufstrebenden Künstler und für eine junge Wissenschafterin beginnt sie mit Neugierde. Sie ist der erste notwendige Bestandteil: die Bereitschaft zu lernen und sich den Herausforderungen und Möglichkeiten des Lebens zu stellen. Auf dieser Reise kann das, was zunächst nach einem Nachteil aussieht, tatsächlich eine Quelle der Inspiration, eine Quelle der wachsenden Selbsterkenntnis und eine Erinnerung dafür sein, dass das Anderssein eigentlich der ultimative Wettbewerbsvorteil ist.

Erste Schritte

Aus diesem Blickwinkel, ist der erste Schritt auf dieser Reise nach innen gerichtet. Er erfordert es von Einzelpersonen – oder Organisationen – gnadenlos ehrlich mit sich selbst zu sein, eine ungeschminkte aufrichtige Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen vorzunehmen sowie eine Bestandsaufnahme der eigenen Einzigartigkeit. Wenn man einmal weiß, wer man ist, kann man sich die Latte höher legen und ambitioniertere Ziele setzen.

“Der Weg zu den Besten beginnt bei der Erkenntnis, wer man ist.”

Der zweite Schritt ist, sich einen weitreichenden Überblick über die Außenwelt zu verschaffen: Wie sieht „großartig“ eigentlich aus? Wo kann man Beispiele der Besten finden, um von ihnen zu lernen, um sie zu verstehen und ihnen nachzueifern? „Gut“ und „großartig“ sind vergleichende Ausdrücke: „Gut verglichen womit?“ „Großartig verglichen mit wem?“ Um die eigene Position bewerten zu können, muss man Beispiele finden, nach denen man sich richten und von denen man lernen kann.

Ehrlichkeit, Transparenz und Integrität

Der Weg zu den Besten, beinhaltet auch Ehrlichkeit, Transparenz und Integrität – im Umgang mit sich selbst und mit anderen. Ungeachtet der Umstände und unabhängig von der Art der erforderlichen Arbeit, wird die Reise schwierige Entscheidungen und harte Urteile erfordern, die stets schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringen werden. Man muss den Prozess der Entscheidungsfindung und die Grundlagen für Entscheidungen so transparent wie möglich gestalten; und man muss in der Lage sein, sowohl den Kontext als auch den Inhalt einer Entscheidung erklären zu können.

“Es gibt keine Abkürzungen auf dem Weg zu den Besten.”

Daten und Geld

Daten spielen auch eine entscheidende Rolle auf diesem Weg. Es gibt alle möglichen Daten, die einem helfen, die Geschwindigkeit und die Richtung des Fortschritts zu beurteilen. Für einen Athleten oder eine Sportmannschaft kann dies die Laufgeschwindigkeit, die Sprunghöhe und nicht zuletzt die Anzahl der gewonnenen Medaillen sein. Für eine Politikerin oder einen Regierungsvertreter können es die Wahlbeteiligung, die Anzahl der Stimmen und letztendlich gewonnene oder verlorene Wahlen sein. Einer Wissenschafterin und einem Wissenschafter können Daten zeigen, ob ein Experiment funktioniert, ob eine Behandlung etwas bewirkt und ob eine wissenschaftliche Entdeckung einen echten, wiederholbaren Durchbruch darstellt. Einer Gemeinschaft, einer Stadt oder einem Land sagen Daten, wo man steht. Mit ihnen kann man sowohl die aktuelle Position, als auch das Tempo des Fortschritts zum Ziel messen.

“Gute, verlässliche Daten sind ein unschätzbarer Bestandteil einer jeden Reise vom Guten zum Besseren.”

Geld spielt natürlich ebenfalls mehrere unterschiedliche Rollen mit verschiedenen Implikationen. Für eine Sportmannschaft kann Geld exzellentes Coaching ermöglichen, fortschrittliche Trainingsmöglichkeiten, qualitativ hochwertige Ausrüstung und andere kostspielige Ausgaben, die oft den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage ausmachen. In der Wissenschaft liefert Geld Laboreinrichtungen, Computertechnologie und andere Möglichkeiten, die heute absolut essentiell sind, um Experimente auf hohem Niveau durchführen zu können. In der Politik, ob es uns gefällt oder nicht, spielt Geld eine sehr große Rolle: Es ist ein Maßstab für die Existenzfähigkeit einer Kandidatin oder eines Kandidaten und ermöglicht Politikerinnen, Politikern und Parteien, ihre Kampagnen umzusetzen und so Wählerinnen und Wähler zu erreichen. Für Künstlerinnen und Künstler bestätigt der Verkauf eines Werkes nicht nur die eigene Wahrnehmung, dass dieses ein anerkennendes Publikum gefunden hat, er erlaubt es auch, auf Basis des eigenen Schaffens zu leben und zu arbeiten.

Zwischen Genügsamkeit und Unzufriedenheit

Gleichzeitig kann Geld einen umgekehrten Effekt haben: Es kann zum Selbstzweck und nicht mehr als Mittel zum Zweck werden. Wenn das passiert, nützen die Athletin, der Wissenschafter, die Politikerin und der Künstler Geld nicht mehr länger, um ihr Streben nach Exzellenz voranzubringen; das Streben nach Geld wird ihr Antrieb und sie machen was auch immer nötig ist, um mehr davon zu bekommen.

“Es ist praktisch unmöglich, die Reise zu den Besten zu unternehmen, wenn man mit dem Status Quo zufrieden ist.”

Eine Stadt, ein Land oder ein Staat die glauben, dass „gut, gut genug“ ist, werden nie die harte Selbstanalyse oder die rigorosen Verbesserungsanstrengungen auf sich nehmen, die nötig sind, um exzellent zu werden. Ohne einen inneren und äußeren Drang, nach höherem zu streben, mehr zu lernen, weiter zu drängen, würden sich ein Athlet, eine Forscherin, ein Politiker oder eine Künstlerin einfach auf ihren Lorbeeren ausruhen, zufrieden mit dem, was ist, anstatt nach dem zu suchen, was sein könnte.

Es geht um den Weg

Aber die letzte Wahrheit am Weg zu den Besten lautet, dass man niemals ankommt. Gut genug ist niemals gut genug.

Auf der Reise vom Guten zum Besseren gibt es kein Ende – bis auf die Reise selbst. Die Herausforderung ist das Ziel. Die Suche ist der Zweck. Letztlich, am Ende der Reise, macht die Person, die den Weg zu den Besten sucht, die finale, alles überragende Entdeckung: sich selbst. Das ist das wahre Ziel.