Schü­lerin­nen und Schüler debat­tierten bei einem 2‑tägigen Work­shop über die Zukun­ft des vere­in­ten Europas und for­mulierten ihre Visio­nen für Europa.

MyEUrope, YourEUrope, OurEUrope

Die ver­stärk­te Ein­bindung junger Men­schen in den gemein­samen Zukun­ft­sprozess ist ein beson­deres Anliegen von ACADEMIA SUPERIOR. Deshalb kooperieren wir im Rah­men der Dachs­berg­er Zeit­ge­spräche unter dem The­ma „MyEU­rope, YourEU­rope, OurEU­rope: Visionen–Werte–Grenzen” mit dem Gym­na­si­um Dachs­berg.

Zur Vor­bere­itung für die Dachs­berg­er Zeit­ge­spräche, nah­men 23 Schü­lerin­nen und Schüler des Gym­na­si­ums an einem inten­siv­en Work­shop-Woch­enende teil und disku­tierten engagiert über die Zukun­ft Europas – immer­hin geht es um ihre Zukun­ft.

Ein Europa der Krise oder ein Europa der Chancen?

Sie beschäftigten sich mit selb­st gewählten The­men, bei denen unter anderem fol­gende Fra­gen aufge­wor­fen und kri­tisch hin­ter­fragt wur­den: Wird die Europäis­che Union angesichts der derzeit­i­gen Krisen zer­fall­en? Ist TTIP eine Bedro­hung für uns? Sind die steigen­den Flüchtlingszahlen eine Chance oder Gefahr für Europa? Woher rührt der Auf­stieg rechter Parteien in ganz Europa? Wie entwick­elt sich das Ver­hält­nis zwis­chen Rus­s­land und Europa? Wie sieht das Chan­cen­spek­trum für junge Men­schen in Europa hin­sichtlich von Bil­dungs­stan­dards und Lehrberufen aus?

Alarmierend ist, dass sich kein­er der Schü­lerin­nen und Schüler selb­st als Europäerin bzw. Europäer fühlt. Der Grund kön­nte darin liegen, dass sie keine klare Vision erken­nen kön­nen, deren Erre­ichung sich Europa gemein­sam wid­met. Der immer wieder her­vorge­brachte Rekurs auf das „Frieden­spro­jekt Europa“ bietet für die junge Gen­er­a­tion keine aus­re­ichende Grund­lage mehr, um sich mit Europa zu iden­ti­fizieren. Sie erwarten sich von Europa mehr.

Visionen für Europa

Dementsprechend forderten die Schü­lerin­nen und Schüler  von der Poli­tik und Entschei­dungsträgerin­nen und ‑trägern, neue große Visio­nen für Europa zu set­zen und for­mulierten auch selb­st ihre wichtig­sten Visio­nen für Europas Zukun­ft:

  • Ein Europa der Trans­parenz, wo poli­tis­che und insti­tu­tionelle Struk­turen und Ein­rich­tun­gen auf allen Ebe­nen trans­par­ent und für die Bürg­erin­nen und Bürg­er nachvol­lziehbar arbeit­en.
  • Ein Europa ohne Öl, in dem uns der tech­nis­che Fortschritt von der Abhängigkeit von fos­silen Rohstof­fen befre­it hat.
  • Ein Europa der Ver­ant­wor­tung, das Ver­ant­wor­tung für die armen Staat­en der Welt übern­immt und Entwick­lungszusam­me­nar­beit fördert.
  • Ein Europa der Gle­ich­berech­ti­gung und Chan­cen­fair­ness, das nach gle­ichen Chan­cen und Möglichkeit­en für alle Bürg­erin­nen und Bürg­er strebt.
  • Ein Europa der Bil­dung, das Bil­dung als Schlüs­sel­res­source iden­ti­fiziert und für alle gle­icher­maßen zugänglich macht.

Mit der­ar­ti­gen Zie­len wäre das vere­inte Europa für die jun­gen Men­schen eine pos­i­tive und begrüßenswerte Kraft, mit der sie sich iden­ti­fizieren kön­nten und an deren Zukun­ft sie mitar­beit­en wollen.

Bei den 3. Dachs­berg­er Zeit­ge­sprächen des Gym­na­si­ums Dachs­berg, die auf Ini­tia­tive von Prof. MMag. Brigitte Söllinger in Koop­er­a­tion mit der ACADEMIA SUPERIOR stat­tfind­en, wer­den die Schü­lerin­nen und Schüler ihre Fra­gen zur Zukun­ft Europas ein­ge­lade­nen Poli­tik­ern und Experten stellen.

Fotos zum Work­shop gibt es auch auf der Web­site des Gym­na­si­ums Dachs­berg