W³ Strategie zur Stärkung des IKT-Standortes Oberösterreich

ACADEMIA SUPERIOR und die Fach­gruppe Unternehmens­ber­atung und Infor­ma­tion­stech­nolo­gie (UBIT) der Wirtschaft­skam­mer Oberöster­re­ich haben eine The­men­part­ner­schaft zu den Poten­zialen und Entwick­lungsper­spek­tiv­en für Oberöster­re­ich als IKT-Stan­dort begrün­det. Auf­bauend auf ein­er Studie zum IKT-Stan­dort Oberöster­re­ich mit­samt ein­er dies­bezüglichen SWOT-Analyse, mehreren Dialogge­sprächen mit IKT-Unternehmen aus ganz Oberöster­re­ich und einem IKT-Forum mit über 300 BesucherIn­nen im Mai 2012 wer­den die wesentlichen Erken­nt­nisse in Form ein­er Strate­gie zur Stärkung des IKT-Stan­dorts Oberöster­re­ich vorgelegt.

Ziele und Strategiefelder

Die zukun­ft­sori­en­tierte Stärkung Oberöster­re­ichs als IKT-Stan­dort stellt die maß-gebliche Zielset­zung der vor­liegen­den Strate­gie dar. Ins­beson­dere die Attrak­tiv­ität und inter­na­tionale Sicht­barkeit Oberöster­re­ichs als Stan­dort für IKT-Unternehmen und IKT-Forschung soll weit­er erhöht wer­den. Auch die ver­stärk­te und inten­si­vere Nutzung der ver­schiede­nen Inno­va­tions- und Anwen­dungspoten­ziale von IKT in der oö. Wirtschaft, etwa um die Unternehmen noch effizien­ter zu machen, ist ein erk­lärtes Ziel der vor­liegen­den strate­gis­chen Überlegungen.

Die IKT verän­dern die Kom­mu­nika­tion wie auch die Nutzung von Wis­sen in unser­er Gesellschaft grundle­gend. Die best­mögliche Nutzung von IKT für die sich daraus ergeben­den gesellschaftlichen Chan­cen und Poten­ziale stellt weit­ers eine wesentli-che Zielset­zung der IKT-Strate­gie dar. Vor diesem Hin­ter­grund kommt ins­beson­dere der Bewusst­seins­bil­dung in der Bevölkerung für die Bedeu­tung und die Poten­ziale von IKT eine fun­da­men­tale Rolle zu.
Zur Ver­fol­gung dieser Ziele wur­den die nach­ste­hen­den Strate­giefelder und Hand­lungslin­ien for­muliert, deren Umset­zung ein entsprechen­des poli­tis­ches (wie auch finanzielles) Com­mit­ment zum IKT-Stan­dort Oberöster­re­ich erfordert:

Stärkung des IKT-Sektors in Oberösterreich

Wesentlich­es Merk­mal eines attrak­tiv­en IKT-Stan­dortes sind erfol­gre­iche und inno­v­a­tive IKT-Unternehmen. Oberöster­re­ich ver­fügt gemessen an den Beschäftigten und den Betrieb­ser­lösen im Ver­gle­ich mit den anderen Bun­deslän­dern nach Wien über den stärk­sten IKT-Sek­tor in Öster­re­ich. Mit Blick auf die stetig zunehmende Durch­dringung von Wirtschaft und Gesellschaft mit neuar­ti­gen IT-Anwen­dun­gen stellt ein inno­v­a­tiv­er IKT-Sek­tor einen bedeu­ten­den Wet­tbe­werb­svorteil ein­er Region dar und sollte daher auch einen entsprechen­den Nieder­schlag in wirtschaft­spoli­tis­chen Über­legun­gen find­en. Wesentliche Hand­lungslin­ien in dieser Hin­sicht betr­e­f­fen — neben der Schaf­fung eines generellen Bewusst­seins für IKT — etwa die Unter­stützung von Neu­grün­dun­gen im IKT-Bere­ich wie auch von IKT-Unternehmen mit Wach­s­tumspoten­zialen. Auch die Erschließung von Beteili­gungs- und Risikokap­i­tal für Unternehmen aus dem IKT-Bere­ich stellt einen bedeu­ten­den Ansatzpunkt dar.

Deutliche Erhöhung der in Oberösterreich verfügbaren Humanressourcen im IKT-Bereich

Ein erfol­gre­ich­er IKT-Stan­dort ste­ht und fällt mit der Ver­füg­barkeit qual­i­fiziert­er Mitar­bei­t­erIn­nen. Dem IKT-Per­son­al mit Sekundär- und Ter­tiäraus­bil­dung in Oberöster­re­ich wird eine hohe Qual­ität attestiert, allerd­ings beste­ht — wie generell beim natur­wis­senschaftlich-tech­nis­chem Per­son­al — ein erhe­blich­er Fachkräfte­man­gel. Um dem entge-gen­zuwirken, braucht es eine Rei­he von konz­ertierten Maß­nah­men, wie etwa die Schaf­fung eines Bewusst­seins für IKT, die Stärkung der IKT-Kom­pe­tenz und ‑nutzung in der Bevölkerung, die dementsprechende Ver­ankerung von IKT in Kindergärten und Schulen sowie die generelle Steigerung der Attrak­tiv­ität von IKT-Aus­bil­dungswe­gen. Auch die Anwer­bung von aus­ländis­chen IKT-Fachkräften und inter­na­tionalen Spitzenkräften stellt ein wichtiges Hand­lungs­feld dar.

Forcierung der IT-Anwendungen in der oö. Wirtschaft bzw. weitere Stärkung der oö. Wirtschaft durch die proaktive Nutzung von IKT

Die oberöster­re­ichis­che Wirtschaft ist von ein­er starken Indus­trie, einem bre­it­en Mit­tel­stand und ein­er aus­geprägten Expor­to­ri­en­tierung gekennze­ich­net. Inno­v­a­tive IKT-Anwen­dun­gen tra­gen in ver­schieden­ster Weise zur Effizienz- und damit Pro­duk­tiv­itätssteigerung in den einzel­nen Wirtschafts­bere­ichen bei. Eine weit­ere Forcierung der IKT-Anwen­dun­gen in der Wirtschaft ent­fal­tet in zweier­lei Hin­sicht pos­i­tive Wirkung auf den Stan­dort: Ein­er­seits wird auf diese Weise die Wet­tbe­werb­s­fähigkeit der oö. Wirtschaft generell — ger­ade auch mit Blick auf die inter­na­tionale Konkur­renz — gestärkt, ander­er­seits auch der IKT-Sek­tor selb­st (durch zusät­zliche Aufträge aus der oö. Wirtschaft). Wesentliche Ansatzpunk­te betr­e­f­fen — neben einem Grund­ver­ständ­nis für die Bedeu­tung von IKT — das frühzeit­ige und konzen­tri­erte Auf­greifen von inno­v­a­tiv­en IKT-Trends und ‑Anwen­dun­gen in der oö. Wirtschaft durch geeignete Maß­nah­men, die Gewährleis­tung der IKT-Sicher­heit in Oberöster­re­ich sowie eine öffentliche Ver­wal­tung, die als Impuls­ge­ber und Mul­ti­p­lika­tor für IKT-Anwen­dun­gen fungiert.

Ausbau des IKT-Forschungsstandorts Oberösterreich insbesondere mit internationaler Perspektive

Wiewohl sich die IKT-Forschung in Oberöster­re­ich durch eine hohe Qual­ität ausze­ich­net und mit dem Soft­warepark Hagen­berg ein wei­thin sicht­bar­er Leucht­turm für die Verzah­nung von Wirtschaft, Forschung und Aus­bil­dung in Oberöster­re­ich ange­siedelt ist, muss die IKT-Forschung in Oberöster­re­ich weit­er aus­ge­baut wer­den, um die Attrak­tiv­ität und über­re­gionale Sicht­barkeit des IKT-Stan­dorts zu steigern. Hierzu braucht es einen Aus­bau der IKT-Forschung an der Johannes Kepler Uni­ver­sität Linz und der FH Oberöster­re­ich, eine Weit­er­en­twick­lung und Ver­tiefung der koop­er­a­tiv­en IKT-Forschung in Oberöster­re­ich ins­beson­dere durch die stärkere Nutzung von nationalen Forschung­spro­gram­men und eine Inten­sivierung der Mitwirkung von oö. AkteurIn­nen in strate­gis­chen nationalen F&E‑Gremien und im europäis­chen Forschungsraum.

Ambitionierter Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur in Oberösterreich

Die Bre­it­band­ver­sorgung in Oberöster­re­ich ist im nationalen Ver­gle­ich ver­hält­nis­mäßig gut aus­ge­baut. Mit Blick auf die europäis­chen Zielset­zun­gen in diesem Bere­ich — schnelle. bzw. ultra­schnelle Bre­it­band­ver­sorgung der europäis­chen Haushalte — stellt der Aus­bau der Telekom­mu­nika­tion­sin­fra­struk­tur, ins­beson­dere mit Glas­fas­er, allerd­ings eine wesentliche Her­aus­forderung für die Zukun­ft dar. Für Oberöster­re­ich als attrak­tiv­er IKT-Stan­dort gilt dabei, dass ein Auf­schluss an die dies­bezüglich führen­den Regio­nen weltweit angestrebt wer­den muss. Wesentliche Ansatzpunk­te in dieser Hin­sicht sind die Forcierung des Aus­baus der „last mile” mit ein­er mod­er­nen Tele-kom­mu­nika­tion­sin­fra­struk­tur, wobei die Berück­sich­ti­gung der Bedarfe an die IKT-Infra­struk­tur bei Baupro­jek­ten in diesem Zusam­men­hang von wesentlich­er Bedeu­tung ist.

Nationale und internationale Positionierung und Vernetzung des IKT-Standorts Oberösterreich

Um nation­al und ins­beson­dere inter­na­tion­al als attrak­tiv­er IKT-Stan­dort mit ein­er Rei­he von erfol­gre­ichen und dynamis­chen IKT-Unternehmen wahrgenom­men zu wer­den — und damit in weit­er­er Folge Studierende und Fachkräfte aus dem Aus­land oder aus anderen Bun­deslän­dern nach Oberöster­re­ich zu holen sowie IKT-Fir­men anzusiedeln — bedarf es ein­er Rei­he von Maß­nah­men. So erscheinen die Erstel­lung eines inter­na­tionalen Posi­tion­ierungskonzeptes für den IKT-Stan­dort Oberöster­re­ich, die proak­tive Nutzung des ARS ELECTRONICA FES­TI­VALs zur Sicht­bar­ma­chung des IKT-Stan­dorts, die Ver­stärkung der inter­na­tionalen Ver­net­zung im Bere­ich der IKT-Forschung sowie generell die „Förderung eines urba­nen Lifestyles” in Oberöster­re­ich zielführend.

Stärkere Nutzung von IKT in der Vermittlung und Bereitstellung von Wissen

Mit dem zunehmenden Ein­satz von IKT verän­dert sich die Bere­it­stel­lung und Ver­mit­tlung von Inhal­ten und Wis­sen in unser­er Gesellschaft grund­sät­zlich. Aus diesem Wan­del ergeben sich eine Rei­he von Chan­cen und Her­aus­forderun­gen, mit denen Oberöster­re­ich als IKT-Stan­dort kon­tinuier­lich kon­fron­tiert ist, wie etwa die Erschließung der Poten­ziale in den Bere­ichen lebenslanges Ler­nen & eLearn­ing, „Home work­ing” und open data sowie die Nutzung von IKT für eine höhere Leben­squal­ität von älteren Men­schen. Zukün­ftige Her­aus­forderun­gen liegen zB in der Min­imierung ein­er „dig­i­tal­en Kluft” in der Bevölkerung und ins­beson­dere in der Ver­mit­telung eines „richti­gen Umgangs” mit Inhal­ten im IKT-Zeitalter.

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