DIALOG mit Sabine Herlitschka

Von Chips zu Chancen: Technologie, Verantwortung und die Zukunft Europas

Beim 28. DIALOG der Acad­e­mia Supe­ri­or am 15. Jän­ner 2026 an der Johannes Kepler Uni­ver­sität Linz stand die Frage im Mit­telpunkt, wie tech­nol­o­gis­che Exzel­lenz, Inno­va­tions­führerschaft und Resilienz die Zukun­ft des Indus­tri­e­s­tandorts Europa prä­gen. Der Abend ver­band indus­triepoli­tis­che Per­spek­tiv­en mit gesellschaftlich­er Ver­ant­wor­tung und langfristigem Denken.

Dialog als Voraussetzung für Zukunftsgestaltung

In ihrer Begrüßung unter­strich LH-Stv.in Mag.a Chris­tine Haber­lan­der, Obfrau der Acad­e­mia Supe­ri­or, die Bedeu­tung des Dialog­for­mats in Zeit­en glob­aler Umbrüche. Zukun­fts­fähigkeit entste­he dort, wo wirtschaftliche Leis­tungs­fähigkeit, tech­nol­o­gis­che Kom­pe­tenz und gesellschaftliche Ver­ant­wor­tung gemein­sam gedacht werden.

„In der aktuellen Phase glob­aler Umbrüche wird deut­lich, dass Wet­tbe­werb­s­fähigkeit, tech­nol­o­gis­che Exzel­lenz und das richtige Mind­set entschei­dend sind. Es gilt, die Zukun­fts­fes­tigkeit Oberöster­re­ichs und unsere gesellschaftliche Ver­ant­wor­tung zusam­men­zu­denken.“ — Chris­tine Haberlander

Der DIALOG biete dafür einen Raum, in dem kom­plexe Zusam­men­hänge dif­feren­ziert betra­chtet und langfristige Per­spek­tiv­en jen­seits kurzfristiger Logiken entwick­elt wer­den können.

 

Mikroelektronik als Schlüsseltechnologie

Im Zen­trum des Abends stand das Gespräch zwis­chen Sabine Her­l­itsch­ka, Vor­standsvor­sitzende von Infi­neon Tech­nolo­gies Aus­tria, und Markus Hengstschläger. Aus­ge­hend von biografis­chen Zugän­gen wurde deut­lich, welche Rolle Mikroelek­tron­ik für indus­trielle Wertschöp­fung, Energieef­fizienz und tech­nol­o­gis­che Sou­veränität spielt.

„Ich möchte, dass wir Antworten geben, bevor die Fra­gen gestellt wer­den.“ — Sabine Herlitschka

Her­l­itsch­ka betonte die Chan­cen tech­nol­o­gis­ch­er Inno­va­tio­nen für Dekar­bon­isierung, Dig­i­tal­isierung und indus­trielle Entwick­lung. Kon­tinuier­liche Investi­tio­nen in Forschung und Entwick­lung seien entschei­dend, um tech­nol­o­gis­che Poten­ziale frühzeit­ig in gesellschaftlichen Nutzen zu übersetzen.

Europa zwischen Innovationskraft und Verantwortung

Mit Blick auf Europa plädierte Her­l­itsch­ka für ein stärk­er auf Wach­s­tum und Inno­va­tion­skraft aus­gerichtetes Selb­stver­ständ­nis. Europa ver­füge über enormes Poten­zial, müsse dieses jedoch strate­gis­ch­er nutzen und innere Bar­ri­eren abbauen. Auch regionale Koop­er­a­tio­nen, etwa mit der Dig­i­talu­ni­ver­sität IT:U in Linz, wur­den als wichtige Bausteine hervorgehoben.

Ein gemeinsames Fazit

Der 28. DIALOG der Acad­e­mia Supe­ri­or machte deut­lich, dass tech­nol­o­gis­ch­er Fortschritt nur dann nach­haltig wirkt, wenn er in einen gesellschaftlichen und wer­te­basierten Kon­text einge­bet­tet ist. Zukun­ft entste­ht dort, wo Dia­log, wis­senschaftliche Erken­nt­nis und wirtschaftliche Ver­ant­wor­tung zusam­menge­führt werden.

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