W³ Wachstumsorientierte und innovative Unternehmensgründungen in OÖ

ACADEMIA SUPERIOR und das Grün­der­ser­vice der WKO Oberöster­re­ich haben unter wis­senschaftlich­er Begleitung von Univ.-Prof. Dr. Nor­bert Kail­er (Johannes Kepler Uni­ver­sität Linz) eine The­men­part­ner­schaft zu wach­s­tum­sori­en­tierten und inno­v­a­tiv­en Unternehmensgrün­dun­gen in Oberöster­re­ich begründet.

Zunächst wurde ein W³ Basis­dossier: Analyse der Grün­dungs­dy­namik in OÖ erstellt (P‑IC/IUG 2011). Daraus wurde deut­lich, dass Unternehmensgrün­dun­gen in vielfach­er Weise die Stan­dor­ten­twick­lung pos­i­tiv prä­gen (Wertschöp­fungs- und Arbeits­mark­t­ef­fek­te, Aus­gle­ich der aus dem Markt auss­chei­den­den Unternehmen, etc.). Mit ca. 4.000 (Sta­tis­tik Aus­tria 2009) bzw. ca. 5.000 Grün­dun­gen (WKO Öster­re­ich 2011) liegt Oberöster­re­ich bei Unternehmensgrün­dun­gen ten­den­ziell im Mit­telfeld des Bun­deslän­derver­gle­ichs. Das Förder­port­fo­lio und Ange­bot an Unter­stützungsleis­tun­gen ist grund­sät­zlich sehr bre­it, zeigt jedoch zweifel­sohne Poten­zial zur fokussierten Inten­sivierung und bedarf­sori­en­tierten Weiterentwicklung.

Konkrete Anre­gun­gen zur Ver­stärkung von wach­s­tum­sori­en­tierten und inno­v­a­tiv­en Unternehmensgrün­dun­gen in Oberöster­re­ich sind im vor­liegen­den Posi­tion­spa­pi­er fest­ge­hal­ten. Die inhaltlichen Grund­la­gen wur­den bei einem inter­ak­tiv­en Strate­giefo­rum am 15. Juni 2012 erar­beit­et, an dem zahlre­iche Exper­tIn­nen von regionalen und nationalen Ein­rich­tun­gen sowie Jun­gun­ternehmerIn­nen teilgenom­men haben.

Grundle­gen­des Ziel ist es, wach­s­tum­sori­en­tierte und inno­v­a­tive Unternehmensgrün­dun­gen in Oberöster­re­ich zu forcieren. Damit sollen nach­haltig pos­i­tive volk­swirtschaftliche Effek­te erzielt wer­den, ins­beson­dere die Schaf­fung neuer Arbeit­splätze, die Erweiterung der Wis­sens­ba­sis und Inno­va­tion­skraft des Stan­dortes sowie die inter­na­tionale Aus­rich­tung oberöster­re­ichis­ch­er Jun­gun­ternehmen. Weit­ers ist es Ziel, das Engage­ment, die Ideen und Visio­nen von Grün­derIn­nen sowie deren unternehmerische Schaf­fen­skraft zu unterstützen.

Dementsprechend sprechen die Ziele und strate­gis­chen Per­spek­tiv­en des Posi­tion­spa­piers die fol­gen­den Aspek­te an:

  • Entre­pre­neur­ship und Unternehmergeist in der Gesellschaft stärken
  • Beratungs- und Unter­stützungsleis­tun­gen chan­cenori­en­tiert weiterentwickeln
  • Förderun­gen und Finanzierun­gen opti­mal gestalten
  • Akademis­che Grün­dun­gen hochschulüber­greifend forcieren

Zur Ver­fol­gung dieser Ziele wur­den in den genan­nten Strate­giefeldern die nach­ste­hen-den Strate­giefelder und Hand­lungslin­ien entwickelt:

1. Entre­pre­neur­ship und Unternehmergeist in der Bevölkerung

Das gesellschaftliche Umfeld bee­in­flusst die Entschei­dung für oder gegen die Selb­ständigkeit maßge­blich. Daher gilt es, durch Sen­si­bil­isierungs­maß­nah­men ein stärk­eres öffentlich­es Bewusst­sein für Grün­dun­gen zu schaf­fen und die „Aware­ness for Entre­pre­neur­ship” in Oberöster­re­ich zu stärken. Dazu zählen Aktiv­itäten der Entre­pre­neur­ship Edu­ca­tion an Schulen und Hochschulen und extracur­ric­u­lare Ange­bote für Kinder und Jugendliche.

Tes­ti­mo­ni­als von erfol­gre­ichen Grün­derIn­nen uäm. sollen das Image des Unternehmers/der Unternehmerin in der Öffentlichkeit aufw­erten. Ziel­grup­pen­spez­i­fis­che Maß­nah­men sollen praxis­er­fahrene Per­so­n­en zur Unternehmensgrün­dung motivieren, da die-se über wertvolles Fach­wis­sen, Erfahrun­gen und Kon­tak­te verfügen.

2. Beratung und Unterstützungsleistungen

Für Grün­dungsin­ter­essierte, Grün­derIn­nen und Jun­gun­ternehmerIn­nen wird ein bre­ites Spek­trum an Beratungs- und Unter­stützungsleis­tun­gen ange­boten, welch­es laufend weit­er­en­twick­elt und auf die Bedarfe von bes­timmten Ziel­grup­pen abges­timmt wer­den soll, zB durch Ausweitung der Beratun­gen in der Phase der Gründungsvorbereitung.

Wis­sensin­ten­sive Grün­dun­gen stellen ein beson­deres Poten­zialfeld dar, das durch ziel­gerichtete Ser­viceleis­tun­gen stärk­er erschlossen wer­den soll. Die Ziel­gruppe der praxis­er­fahre­nen Grün­derIn­nen (+/- 40 Jahre) bedarf auf deren spez­i­fis­che Bedarfe abges­timmter, indi­vidu­eller und flex­i­bler Unter­stützungsleis­tun­gen. Die Maß­nah­men im Bere­ich der Fort- und Weit­er­bil­dung sollen ziel­grup­penori­en­tiert weit­er­en­twick­elt wer­den, um Know-how auf­bauen zu kön­nen. Auch in der Start­phase eines jun­gen Unternehmens gibt es wichtige The­men (zB Finanzierung, Ver­trieb, Mar­ket­ing), die im Rah­men ein­er beson­deren Nach­grün­dungs­be­treu­ung zur erfol­gre­ichen Unternehmensen­twick­lung beitra­gen sollen.

3. Finanzierung und Förderungen

Das The­ma der Finanzierung ist bei Unternehmensgrün­dun­gen und ins­beson­dere bei raschem Unternehmenswach­s­tum häu­fig von zen­traler Bedeu­tung. Der konkrete Finanzierungs­be­darf hängt von vie­len Fak­toren ab, die in der Beratung und Förderung stärk­er berück­sichtigt wer­den sollen. Öffentliche Förderun­gen wer­den von vie­len Stellen ange­boten — eine Bün­delung von Förderun­gen und inten­si­vere Infor­ma­tion­sak­tiv­itäten erscheinen sin­nvoll. Im Zuge dessen wird die Ein­rich­tung eines flex­i­blen „Oö. Grün­der-Schecks” angeregt, um wach­s­tum­sori­en­tierte und inno­v­a­tive Grün­dun­gen bedarf­s­gerecht zu unter­stützen. Im Beteili­gungs- und Risikokap­i­tal liegen noch Poten­ziale, die für manche Grün­dun­gen eine große Hebel­wirkung ent­fal­ten können.

4. Hochschulüber­greifende Forcierung von akademis­chen Gründungen

Im Umfeld der Hochschulen in Oberöster­re­ich liegen große Poten­ziale für inno­v­a­tive und know-how-basierte Grün­dun­gen durch Studierende, Alum­ni und Wis­senschaf­terIn­nen. Sen­si­bil­isierungs­maß­nah­men, entsprechende Lehrange­bote und Forschungsleis­tun­gen sollen weit­er aus­ge­baut wer­den, was entsprechende Ressourcen erfordert. Prä-Inku­ba­toren, die „Grün­dun­gen aus dem Hör­saal her­aus brin­gen” sollen unter­stützt wer-den und in enger Zusam­me­nar­beit mit den Hochschulen sollen die Möglichkeit­en zur unternehmerischen Ver­w­er­tung von Forschungsergeb­nis­sen vor­angetrieben werden.

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