Diese Bücher sollte man gelesen haben, findet Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger. Sie helfen dabei, zukünftige Entwicklungen einzuschätzen und das persönliche Potenzial zur Gestaltung der Zukunft zu stärken.

Jim Collins: Der Weg zu den Besten. Die sieben Management-Prinzipien für dauerhaften Erfolg. Campus Verlag. 2011. (Neuauflage erscheint im Juli 2020).

Der Management-Vordenker Jim Collins macht sieben Schlüsselfaktoren aus, durch die gute Unternehmen zu Spitzenunternehmen wurden. Das Buch ist kein ein To-do-Buch, das man direkt umsetzen könnte, sondern eine Anregung zum Nachdenken, welche Management-Ausrichtung Firmen erfolgreich sein lässt.

Der ehemalige McKinsey-Berater Jim Collins gründete 1995 sein Management-Zentrum in Boulder, Colorado, das langfristige Forschungsprojekte zu den Management-Grundsätzen von Spitzenunternehmen durchführt. Seine Bücher wurden internationale Bestseller.

 

Richard Dawkins: Das egoistische Gen. Jubiläumsausgabe. Spektrum Verlag. 2010.

Dieses Buch gilt als eines der zentralen Werke der Evolutionsbiologie. Nach Richard Dawkins steuern und dirigieren unsere Gene uns, um sich selbst zu erhalten. Sind wir Menschen also unserem Gen-Schicksal hilflos ausgeliefert? Dawkins macht Hoffnung: Seiner Meinung nach sind wir die einzige Spezies mit der Chance, gegen ihr genetisches Schicksal anzukämpfen.

Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins lehrte an der Universität Oxford „Öffentliches Verständnis von Wissenschaft“. Dawkins ist Atheist und vehementer Streiter für die Ideen der Aufklärung.

 

Angela Duckworth: Grit. The Power of Passion and Perseverance. Scribner. 2016.

Talent und Glück sind nicht alles. Psychologin Angela Duckworth zeigt, dass das Geheimnis für außerordentlichen Erfolg eine Kombination aus zielgerichteter Leidenschaft und Ausdauer – von ihr „Grit“ genannt – ist. Und sie zeigt: Grit kann kultiviert werden.

Angela Duckworth lehrt Psychologie an der University of Pennsylvania und berät die Weltbank, die US-Regierung und zahlreiche Manager großer Unternehmen.

 

 

Daniel Goleman: Emotional Intelligence. Why it can matter more than IQ. Bantam 1995.

Rationale Intelligenz ist kein Garant für Erfolg oder Glück – es braucht auch emotionale Intelligenz. Daniel Goleman zeigte in seinem Klassiker, wie unsere zwei Arten von Verstand zusammenwirken unser Leben prägen.

Daniel Goleman lehrte als klinischer Psychologe an der Harvard-Universität. Bekannt wurde er durch sein 1995 erschienenes Buch Emotionale Intelligenz. 2006 ließ er mit „Soziale Intelligenz“ ein Buch folgen, in dem zwischenmenschlicher Umgang und das Verhalten in sozialen Zusammenhängen im Vordergrund steht.

 

Yuval Noah Harari: Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen. C.H. Beck. 2015.

Yuval Noah Harari stellt die Frage, was mit uns und unserem Planeten passieren wird, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen. Wie wird es dem Homo Sapiens und seinen sozialen Traditionen ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler?

Yuval Noah Harari ist Historiker und lehrt an der Hebrew University in Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf Weltgeschichte. Sein Weltbestseller „Eine kurze Geschichte der Menschheit” wurde in fast 40 Sprachen übersetzt.

 

Yuval Noah Harari: 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert. C.H. Beck 2018.

Yuval Noah Harari stellt die drängenden Fragen unserer Zeit und liefert Antworten mit. Warum ist die liberale Demokratie in der Krise? Ist Gott zurück? Soll Europa offen bleiben für Zuwanderer? Kann der Nationalismus eine Antwort geben auf Klimawandel und soziale Ungleichheit? Was sollen wir unseren Kindern beibringen? Und können wir die Welt überhaupt noch verstehen, die wir erschaffen haben?

Yuval Noah Harari ist Historiker und lehrt an der Hebrew University in Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf Weltgeschichte. Seine Bücher „Eine kurze Geschichte der Menschheit” und „Homo Deus“ wurden zu Weltbestsellern.

 

Daniel Kahnemann: Schnelles Denken, langsames Denken. Penguin 2011.

Wie treffen wir unsere Entscheidungen? Warum ist Zögern ein überlebensnotwendiger Reflex, und warum ist es so schwer zu wissen, was uns in der Zukunft glücklich macht? Nobelpreisträger Daniel Kahneman zeigt anhand ebenso nachvollziehbarer wie verblüffender Beispiele, welchen mentalen Mustern wir folgen und wie wir uns gegen verhängnisvolle Fehlentscheidungen wappnen können.

Daniel Kahneman ist Kognitionspsychologe. Er verknüpfte die Erkenntnisse der Hirnforschung und Verhaltensbiologie und wendete sie auf die Wirtschaftswissenschaften an.

 

Aljoscha Neubauer: Mach was Du kannst. Warum wir unseren Begabungen folgen sollten – und nicht nur unseren Interessen. DVA 2018.

Der Psychologe Aljoscha Neubauer zeigt, wie Eignung und Neigung zusammenhängen, welche Bedeutung Interessen für das berufliche Fortkommen haben und inwiefern die Persönlichkeit eines Menschen zu dem passen sollte, was er tut. Vor allem aber gibt Neubauer Hinweise, wie man herausfindet, was man wirklich kann und will.

Aljoscha Neubauer ist Professor für Psychologie an der Universität Graz. Er leitet das Institut für Differentielle Psychologie und erforscht individuelle Unterschiede in kognitiven, sozialen und kreativen Begabungen und ihre neurowissenschaftlichen Grundlagen.

 

Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld: Digitaler Humanismus. Piper 2018.

Dieses Buch entwickelt die philosophischen Grundlagen eines Digitalen Humanismus, für den die Unterscheidung zwischen menschlichem Denken, Empfinden und Handeln einerseits und softwaregesteuerten, algorithmischen Prozessen andererseits zentral ist. Eine Alternative zur Silicon-Valley-Ideologie, für die künstliche Intelligenz zum Religionsersatz zu werden droht.

Julian Nida-Rümelin lehrt Philosophie und politische Theorie an der Universität München. Nathalie Weidenfeld verfasst Romane und Sachbücher und arbeitet als Lektorin und Filmwissenschaftlerin.

 

 

Sarah Spiekermann: Digitale Ethik. Ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert. Droemer 2019.

In ihrem gesellschaftskritischen Sachbuch entwickelt Sarah Spiekermann eine Ethik für die Technologien der Zukunft – und zugleich ein Plädoyer für Freiheit und Selbstbestimmung im Zeitalter der Digitalisierung.

Sarah Spiekermann ist Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien und beschäftigt sie sich mit ethischen Fragen der Digitalisierung und entwickelt mit dem weltweit größten Ingenieursverband IEEE den ersten Ethikstandard für Technikentwicklung.

 

 

Hans Rosling: Factfulness. Wie wir lernen die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Ullstein 2018.

Es wird alles immer schlimmer, eine schreckliche Nachricht jagt die andere. Viele Menschen tragen solche beängstigenden Bilder im Kopf. Doch sie liegen damit grundfalsch. Unser Gehirn verführt uns zu einer dramatisierenden Weltsicht, die mitnichten der Realität entspricht, erklärt Hans Rosling eindrücklich.

Hans Rosling war Professor für Internationale Gesundheit am Karolinska Institutet und Direktor der Gapminder-Stiftung in Stockholm. Er war zudem Gründungsmitglied von Ärzte ohne Grenzen e.V. in Schweden und Mitglied der Internationalen Gruppe der Schwedischen Akademie der Wissenschaften.

 

Klaus Schwab: The fourth industrial revolution. Penguin 2017.

Der Ökonom Klaus Schwab argumentiert, die vierte industrielle Revolution unterscheidet sich von allen früheren in Ausmaß, Umfang und Komplexität. Charakterisiert durch eine Vielzahl neuer Technologien, die die physischen, digitalen und biologischen Welten verschmelzen, berühren die Veränderungen alle Disziplinen, Ökonomien, Industrien und Regierungen. Sie fordern sogar die Vorstellung heraus, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.

Klaus Schwab ist Wirtschaftswissenschaftler, Gründer und CEO des World Economic Forum.

 

Gabor Steingart: Weltbeben. Leben im Zeitalter der Überforderung. Penguin 2017.

Konflikte und Komplexität überfordern unsere Institutionen und Politiker. Ein aggressiver Finanzkapitalismus zehrt die Wirtschaft aus, die tragende Mitte unserer Gesellschaft wird immer weiter ausgehöhlt. Warum wir trotzdem nicht verzweifeln müssen und wie wir im Zeitalter der Überforderung gut leben können, zeigt dieses Buch.

Gabor Steingart ist einer der profiliertesten deutschen Sachbuchautoren und mehrfach ausgezeichneter Journalist. Er hat u.a. die Bestseller „Deutschland – Der Abstieg eines Superstars“, „Bastard-Ökonomie“ und „Weltbeben“ geschrieben.

 

Richard H. Thaler, Cass R. Sunstein: Nudge. Wie man kluge Entscheidungen anstößt. Econ 2009.

Menschen verhalten sich von Natur aus nicht rational. Aber mit verhaltenspsychologischen „Stupsern“ (Nudge) kann man sie dazu bringen ihr Verhalten zu ändern. Dieses Buch hatte weltweiten Einfluss und zahlreiche Regierungen versuchen mittlerweile Ansätze des Nudgings umzusetzen.

Richard H. Thaler ist Professor für Verhaltensökonomie und Direktor des Center for Decision Research an der University of Chicago’s Graduate School of Business. Im Jahr 2017 erhielt er den Nobelpreis für Ökonomie. Cass R. Sunstein ist Professor für Rechtswissenschaften an der University of Chicago Law School and Department of Political Science.