
Gemessen an der Wirtschaftsleistung ist die Unternehmensforschung in Oberösterreich mehr als doppelt so intensiv wie im EU-Durchschnitt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Unternehmenssektor entsprachen 2023 3,16 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung. EU-weit waren es geschätzte 1,50 Prozent. Rechnerisch kamen damit auf 100 Euro Wirtschaftsleistung in Oberösterreich 3,16 Euro für Unternehmensforschung, gegenüber 1,50 Euro in der EU. (Eurostat, 2026)
Bemerkenswert ist dabei nicht die absolute Höhe der Forschungsausgaben, sondern ihr Gewicht innerhalb der regionalen Wirtschaft. Die Kennzahl misst allerdings den finanziellen Forschungseinsatz, nicht dessen Erfolg. Ob daraus neue Produkte, bessere Verfahren oder zusätzliche Wertschöpfung entstehen, lässt sich aus ihr allein nicht ableiten. Oberösterreichs Stärke liegt somit im hohen Forschungsengagement seiner Unternehmen. Entscheidend bleibt, wie daraus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Nutzen entsteht.
Quelle:
- Eurostat (2026): GERD by sector of performance and NUTS 2 region. Datensatz rd_e_gerdreg. Luxemburg: Eurostat. Berichtsjahr 2023, Unternehmenssektor (BES), Ausgaben in Prozent des BIP (PC_GDP), Oberösterreich (AT31) und EU-27 (EU27_2020). EU-Wert als Schätzung gekennzeichnet. doi:10.2908/RD_E_GERDREG (abgerufen am 16. September 2026).


